Noch ohne UI-Styleguide? Hilfe, das User Interfaces Design ist nicht konsistent

User Interface StyleguideWie Sie mit einem Styleguide ein konsistentes User Interfaces Design schaffen.

UI Styleguides spielen heute eine essentielle Rolle in der professionellen Softwareentwicklung. Diese Gestaltungsrichtlinien, so der deutsche Begriff, bilden für ein Produkt oder eine Firma den kompletten Pool an verwendeten Elementen ab. Das oberste Ziel was mit Ihnen erreicht werden soll, ist eine Vereinheitlichung des User Interfaces (UI).

Styleguides können sich im Allgemeinen auf Internetauftritte, Printpublikation oder Software beziehen. Oft gibt es sie auch in übergeordneter Form als Teil der gesamten Firmenidentität. So schaffen sie im optimalen Fall einen hohen Wiedererkennungswert und ein konsistentes Nutzungserlebnis.

Arten von Styleguides

Styleguides können sich aber nicht nur auf ganz unterschiedliche Produktfamilien beziehen sondern auch verschiedene Arten von Inhalten haben. Die bekannteste ist wohl der visuelle Styleguide, der oft produktübergreifend eingesetzt wird. In ihm sind Farbkataloge, Typographie und andere Layoutaspekte definiert. Darüber hinaus gibt es aber noch andere wichtige Arten, wie den User Interface Styleguide (UI Styleguide). Dieser bezieht sich auf alle interaktiven Elemente. Auf der obersten Ebene definiert er das generelle Verhalten eines interaktiven Produkts, wie beispielsweise dessen Reaktivität. Dies zieht sich hinunter bis zu seinem konkreten Set an Bedienelementen, das zeigt, was ausschließlich zum Einsatz kommt.

Styleguides definieren eine Firmenidentität

Wie oben bereits erwähnt sind Styleguides ein maßgeblicher Bestandteil in der Schaffung einer soliden Corporate Identity. Über das Wiedererkennen erlauben sie dem Nutzer eine Zuordnung in Bruchteilen von Sekunden. Die großen Marken mit ausreichend Bekanntheitsgrad erreichen so eine Identifikation schon allein über die Wahrnehmung ihrer Unternehmensfarbe. Denken Sie nur an das Facebook-Blau. Über diese Effekte visueller Vereinheitlichung hinaus schaffen UI Styleguides in der Benutzung ein System „wie aus einem Guss“.

Der Nutzen für die User Interface Entwicklung

Styleguides sind eine zwingende Voraussetzung für die konsequent durchgehaltene Vereinheitlichung. Ohne systematische Dokumentation entstehen sonst zwangsläufig Abweichungen, die dann für den Kunden gewohnte Muster durchbrechen. Solche unerwarteten Elemente werden als negativ wahrgenommen. Nutzer bauen im Umgang mit Medien Erwartungen auf und diese sollten sie erfüllen. Im visuellen Bereich stören Abweichungen die Ruhe eines Designs. In der Interaktion führen Abweichungen zu Frustration durch eine Unvorhersagbarkeit des User Interfaces. Ein Styleguide stellt hier für alle an der Entwicklung beteiligten eine einfache und verbindliche Richtlinie dar. Das reduziert Ihre Fehlentwicklungen erheblich.

Für UI Styleguides ist es nie zu spät

Selbstverständlich wächst nicht jedes Produkt oder jede Firma in einem von Beginn an durchstrukturierten Prozess. Gerade in dynamischen Zeiten und mit der Erschließung neuer Einsatzfelder wird viel improvisiert. Wurde zu Beginn einer Entwicklung eine konsequente Vereinheitlichung versäumt, ist aber noch nichts verloren. Gerade in diesem Fall lohnt es sich das Produkt einer Systematisierung zu unterziehen. Experten identifizieren die zentralen Elemente und evaluieren gleichzeitig deren Nutzen. Hieraus entsteht dann ein UI Styleguide. So kann Ihr gewachsenes Produkt aus sich heraus optimiert werden.

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